NL | DE
  • nl
  • de

Das „P” von People

Sich wohlfühlen
„Es ist eure Firma“, erklärte Geschäftsführer Peter Simmer vom Transportunternehmen Mercuur Smart Logistics seinen Arbeitnehmern vor zwei Jahren. Und seitdem erhielten seine Mitarbeiter mehr Freiheit in Bezug auf ihre Arbeit und mehr Möglichkeiten, ihre Ambitionen zu verwirklichen. Einer dieser Mitarbeiter ist Transportkoordinatorin Lonneke Rombouts: „Das P von People ist total wichtig. Wenn sich die Mitarbeiter im Unternehmen nämlich nicht wohlfühlen, geht es der Firma als Ganzes auch nicht gut.“


Voriges Jahr stellte Rombouts in Zusammenarbeit mit ihrem Arbeitgeber Simmer einen Entwicklungsplan mit ihren persönlichen und geschäftlichen Zielen auf. Danach untersuchten die beiden, wie Rombouts ihre Ziele an ihrem Arbeitsplatz erreichen kann. „Ich habe sehr viel Freiheit”, meint sie. „So kann ich beispielsweise selbst bestimmen, welche Ausbildungen, Trainings oder Workshops ich machen möchte, um mein Wissen zu vergrößern und neue Ideen zu entwickeln. Und außerdem kann ich immer bei meinem externen Arbeitscoach anklopfen. Mit ihr kann ich über arbeitsbezogene Themen sparren.“


Selbstbewusst und kreativ


Das war vor allem am Anfang des sozialen Innovationsprozesses sehr nützlich. „Ich kannte das gar nicht, dass ein Arbeitgeber mir so viel Freiheit und Vertrauen gibt. Als ich Peter Simmer um seine Zustimmung zu etwas bat, meinte er nur: „Du bist jetzt hier eine Führungskraft und darfst daher auch entscheiden!” Jetzt ist mir klar, wie diese Herangehensweise funktioniert. Weil Peter Simmer mir vertraut, bin ich sowohl privat als auch auf der Arbeit selbstbewusster geworden und meine Kreativität wächst. Ich darf tun, was ich für richtig halte und natürlich mache ich auch ab und an Fehler, aber mit dem richtigen Feedback kann ich sie beim nächsten Mal verhindern. Ich nehme meine Aufgaben sehr ernst, weiß, was man von mir erwartet und das strebe ich auch an.“


 

Im Unternehmen und auf der Straße

So langsam verbreitet sich die Herangehensweise von Simmer durch das gesamte Transportunternehmen. „Die Talente von Mitarbeitern werden genutzt, aber die Fahrer sind natürlich oft unterwegs“, erklärt Rombouts. „Ich versuche den Gedanken von Offenheit und Freiheit auf sie zu übertragen. Ich möchte während der Mitarbeitergespräche ihre persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten besprechen und sie fragen, welche Bedürfnisse sie bei der Arbeit haben. Darum haben wir auch für die Fahrer einen Schulungsplan erstellt und auch wenn sie öfter unterwegs sind als im Unternehmen, versuche ich den persönlichen Kontakt beizubehalten.“


Es ist eine tolle Herausforderung, diese Art Projekte führen zu dürfen, findet Rombouts. „Es ist nämlich wichtig, dass Mitarbeiter auch mitdenken. So hat Peter Simmer das bei mir gemacht und ich möchte das auch bei den Fahrern so handhaben. Jeder will gehört werden, jeder will einen Beitrag zu seinem Unternehmen liefern. Das ist einfach universal.“


Auch Peter Simmer wurde durch Sociale Innovatie Brabant interviewt. Neugierig auf das Ergebnis? Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Website von Sociale Innovatie Brabant.