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Mercuur Smart logistics ist in jedem Sinne ein gesundes Unternehmen

21-11-2012

Die Mitarbeiter des Logistikunternehmens Mercuur Smart logistics fühlen sich noch stärker mit ihrer Arbeit verbunden, seitdem ihr Arbeitgeber an sozialer Innovation arbeitet. „Veränderung fängt bei jedem Einzelnen an“, findet Geschäftsführer Peter Simmer. Also hat er seinen eigenen Managementstil angepasst.


Jahrelang steuerte und entschied Simmer alles alleine in seinem Unternehmen. „Die Entscheidungen waren eine einzige Einbahnstraße: von mir nach unten. Manche Mitarbeiter störten sich daran und einige verließen Mercuur. Da wurde mir klar, dass es anders werden musste.“ Mit Fördermitteln der Provinz Noord-Brabant begann Simmer 2009 eine soziale Innovation. Es wurde ein Beratungsbüro eingeschaltet, ein Managementteam geformt und eine gute Besprechungsstruktur eingeführt. „Jetzt bestimmen wir gemeinsam, wo´s langgeht“, meint Simmer.


Das Immerzu-Verbesserungssystem
Auch am Arbeitsplatz gibt es Veränderungen. Es ist ein Immerzu-Verbesserungssystem. Probleme werden mit einer bestimmten Methode angegangen und die engagiertesten Mitarbeiter führen selbst Verbesserungsprojekte durch. So konnten der eingehende Warenfluss verbessert und die Wartezeiten verkürzt werden. „Unseren Mitarbeitern gefällt das“, stellt Simmer fest. „Vor allem die jüngeren Mitarbeiter, die seit 2010 für uns tätig sind, möchten und bekommen mehr Verantwortung.“


Das Unternehmen profitiert davon. Die Betriebsführung wurde effizienter. Und für Simmer persönlich bedeutet das, dass er nicht immerzu mit Mercuur beschäftigt ist. „Früher ging mein Telefon ständig. Mittlerweile lösen unsere Mitarbeiter ihre Probleme selbst. Kunden kommunizieren mit den Mitarbeitern und das funktioniert prima.“ Mercuur bezieht auch seine Kunden aktiv in die Verbesserungen mit ein. „Mitarbeiter unserer Kunden sitzen mit unseren Leuten an einem Tisch. Bakkersland Tilburg ist ein gutes Beispiel dafür, wie gut das funktioniert. Früher sagten wir immer nur, dass sich Dinge ändern müssten. Mittlerweile haben wir die Ein- und Auslieferung der Bakkersland Produkte verbessert. Von solch einer Zusammenarbeit profitieren alle Parteien. Die Arbeitsprozesse verlaufen störungsfreier und die Atmosphäre ist viel besser geworden.“


Lean Logistics
„Mercuur ist ein Diamant“, findet John Schellekens, Syntens Innovationsberater. Der Kontakt zwischen Syntens und Mercuur geht bis in die neunziger Jahre zurück. Schellekens: „Mercuur ist aktiv auf dem Gebiet der Lean Logistics und immerzu mit Verbesserungen und Erneuerungen beschäftigt. Das Unternehmen ist in allen Aspekten ein Beispiel dafür, wie es auch geht.“ Auch was soziale Innovation betrifft, berät Syntens. Dafür hat Schellekens Peter Simmer in Kontakt mit der Universität von Tilburg gebracht, um am Projekt „Lean Logistics„ teilzunehmen, und ist der Verbindungsmann zwischen Unternehmen und Projekt. „Lean Logistics“ will die wichtigsten Engpässe im Unternehmen besser organisieren. An diesem Projekt arbeiten die Universität von Tilburg, sieben Logistikunternehmen und Berater, unter anderem über Praktika, intensiv zusammen. Schellekens hat bei Mercuur eine Resonanzfunktion und bringt seine Expertise ein. Simmer schätzt dessen Beitrag sehr: „Ohne Syntens bekommt man keinen Zugang zu den Wissensinstitutionen und diese kennen den Weg zu den nötigen Subventionen.“ Ein Kollege von John Schellekens führt zusammen mit dem Unternehmen eine Überprüfung der unternehmerischen Sozialverantwortung durch. „Es ist wie ein Getriebe“, findet Simmer, „alles greift ineinander.“


Kundenbindung
John Schellekens hält Mercuur für ein in jedem Sinne gesundes Unternehmen. Sogar in für Logistik schwierigen Zeiten schreibt die Firma schwarze Zahlen. Hat das mit Mercuurs sozialen Innovationen zu tun? „Natürlich“, meint Simmer. Unsere Mitarbeiter sind motiviert, fühlen sich eng mit ihrer Arbeit verbunden und nehmen ihre Verantwortung ernst. Und das merken unsere Kunden. Es fungiert nicht direkt als Argument für das Anwerben neuer Kunden, aber für die Kundenbindung.“